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1. November 2013

'Warum vegan?' am Weltvegantag

Es ist eine Gesundheitsantwort:
Eine ausgewogene, pflanzenbasierte Ernährung verträgt sich mit modernsten Ernährungsempfehlungen wie denen, mehr Obst und Gemüse zu genießen und beinhaltet automatisch weniger gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Gleichzeitig ist eine ausgeglichene pflanzenbasierte Ernährung reich an Vitaminen, Mineralien, Antioxidantien und Ballaststoffen und verringert außerdem die Chance an Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankung, Schlaganfall oder bestimmten Krebsarten zugrunde zu gehen. Eine gesund, vegane Ernährung eignet sich für alle Menschen in verschiedensten Lebenslagen und -phasen.

Die drei Rechtfertigungs-Ns 'normal, natürlich und notwendig' sind Schnee von Vor-Vor-Gestern und liefern keine Argumente, sondern servieren lediglich Rechtfertigungen. Selbst der aktuelle Spiegel will das nicht leugnen.


Es ist eine Leidenschaftsantwort: (im wahren Sinne des Wortes)
Viele Menschen entscheiden sich, vegan zu leben, weil sie ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie Tiere in Schlachthäusern und Co benutzt und am Ende unnötigerweise für Essen oder Kleidung getötet werden.

Das öffentliches Bewusstsein über die Bedingungen in Massenproduktionshäusern wächst und wächst, was schließlich dazu führt, dass niemand sich davon frei sprechen kann, 'rein gar nichts' davon mitzukriegen. Mit empfindlichen, sensiblen, intelligenten Wesen wird mehr als unwürdig umgegangen. - Sich für die vegane Lebensweise zu entscheiden, bedeutet eben auch, täglich sein Mitgefühl zu demonstrieren und kein Teil eines Gewaltsystems sein zu wollen. Man muss nicht mal Tiere lieben, um die Ungerechtigkeit dahinter abzulehnen.

„Ohne Gewalt, ohne das Töten gibt es kein Fleisch. Karnismus ist also logischerweise eine gewalttätige Ideologie. Sie ist komplett auf Gewalt aufgebaut. Alles dreht sich darum, dass eine Gruppe von Individuen eine andere Gruppe von Individuen zu ihrem eigenen Vorteil benutzt. Dahinter steckt eine Geisteshaltung, die der Idee einer gerechten Gesellschaft von Gleichen, für die wir uns ja eigentlich einsetzen, völlig entgegensteht.“

Es ist eine Klima- und Umweltantwort:
Auf einen veganen Lebensweg umzusteigen, heißt zeitgleich auch, seinen ökologischen Fußabdruck zu dezimieren und dem Klimawandel entgegenzutreten. Die 'Nutztierindustrie' verursacht weitaus größere CO2- und Emissionsausstöße als die Autoindustrie.

Beinahe die Hälfte der Weltgetreideernte wird zum Tierfutter verarbeitet, was eine gewaltige Verschwendung von Kalorien darstellt. Auch die Trinkwasserressourcen leiden: für 1kg Fleisch braucht es ca. 15.400 Liter Wasser, 1kg Kartoffeln dahingegen nur 257 Liter. Nutztiere kosten also mehr Energie als sie produzieren, um einen Menschen durchzufüttern.
Da Trinkwasser- und Landknappheit weiter ansteigt, parallel die Weltbevölkerung wächst, ist es nur sinnvoll, direkt auf pflanzliche Lebensmittel zurückzugreifen als sie durch quälende Umwege zu verschwenden.

Das Halten von Nutztieren und der Anbau deren Essens führt auch zu anderen Umweltproblemen wie Entwaldung, Wasserverschmutzung und Bodendegradation.

Es ist eine Geschmacksantwort:
Weltweit gibt es unterschiedlichste vegane indische, asiatische, türkische, italienische, mexikanisch, …, Gerichtsvariationen für jede Zunge und ihre Vorliebe. Anders als häufig stereotypisch behauptet, ist es ein Gewinn für die Tellervielfalt.

Wer heutzutage vegan lebt, kann sich alles besorgen: über Pizza, Eis, Schokoladenkuchen, selbst Döner. Die veganen Essensvariationen reichen in die Unendlichkeit. Und das Beste ist sowieso bereits vegan hergestellt: Wassermelone, Mangos, Khakis, Feigen, Datteln!

Warum nicht?
Zu entscheiden, ein Leben ohne tierische Produkte zu führen, ist auch eine Entscheidung, intelligenter mit Menschen und der Umwelt umzugehen. Es ist nicht nur ein Bestreben fürs eigene (physische) Wohlbefinden, sondern für die Gesamtgesundheit dieser Welt. Eigentlich gibt es so viele gute Gründe diesen Weg einzuschlagen und so viel leckere Alternativen für den anerzogenen Gewohnheitsgaumen, dass die wahre Frage im „Warum nicht?“ mündet.

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